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letztes Mal

Heute durfte ich einen letzten Blick auf meine Liebe werfen. Das Gesicht war so friedlich und glücklich, dass es mich beinahe zerriss. Um 15:00 geht’s dann in Krematorium. Die Kleider habe ich sorgfältig nach der Vorliebe ausgesucht. Die Schuhe habe ich vergessen und musst noch einmal hinfahren.

Leere, Trauer, tiefe Einsamkeit

Was mach ich nun? Ich weiss es nicht. Am 25.12.2010 um 08:00 wurde der Tot festgestellt und damit verändert sich mein ganzes Leben.

Für Schnüfi war es Gut, denn die Angstzustände waren sehr stark. Aber für mich ist das Ganze sehr schlimm, ich weiss nicht wie’s weiter gehen soll. Und immer wieder diese Leere und die tiefe Einsamkeit. Tränen die immer wieder runterkullern, wen interessierts keiner ist da der einem wirklich Unterstützung bieten kann. Wie auch, keiner kennt das Gefühl oder halt nur aus der Ferne.

Im Nachhinein kommt mir der 25. unwirklich vor, ich habe die Polizei benachrichtigt und die wiederum hat dem Amtsarzt, das Kriminaltechnische Labor, den Chef und den Bestattungsdienst herbeigerufen. Dann wurde ich Verhört, “haben sie mitgeholfen beim Tod”. Klar ist dies eine Frage auf der Liste, aber ich hab mich schlecht gefühlt dabei. 3 Stunden musste ich im Treppenhaus warten bis endlich alles vorbei war. Dann ging ich in die Wohnung und zu der Stelle wo vorher der leblose Körper lag. Ich war nicht da als der Tod eintraf, konnte keine Hilfe leisten und fühle mich nur Schlecht dabei.

Tränen kullern mir über mein Gesicht und ich fühle mich schlecht. Aber schreiben muss ich das Alles, denn es ist mir Wichtig meine Gefühle auszudrücken. Wirklich Hilfe kann man keine Erwarten, man ist ganz alleine und das Leben pulsiert um einem rum. Es ist Weihnachten und bald Neujahr, da muss man einfach Glücklich sein.

Ich fühle mich schlecht und kann nur Hoffen dass dies sich mal wieder ändert.